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Frühjahrsputz für deine Business Finanzen – Schaffe Ordnung und Struktur

Finanzen-Frühjahrsputz-Struktur

Der Frühling ist zwar schon etwas fortgeschritten, aber da es zwischenzeitlich nochmal geschneit hat, denke ich, “Frühjahrsputz” ist noch angemessen.

Gerade wenn die eigene Money Routine schleifen gelassen wurde, ist ein Frühjahrsputz tatsächlich zu jeder Zeit im Jahr angebracht.

Einmal Ausmisten, was da ist, um anschließend mit Ordnung und Struktur weiterzumachen. Denn ein klarer Überblick spart dir eine Menge Zeit bei deinen Business Finanzen.

Da meine Schritt für Schritt Anleitung auf LinkedIn und Instagram gut angenommen wurde, wollte ich gerne einen ausführlichen Blogpost daraus machen, auf den du ganz einfach immer wieder zugreifen kannst.

Also, lass uns loslegen!

 

5-Schritte zu mehr Ordnung und Struktur in deinen Business Finanzen

✔ Essentials Entrümpeln
✔ Ausgaben Ausmisten
✔ Konten-Chaos beseitigen
✔ Belege & Buchhaltung
✔ Profitable Produkte

Schritt 1: Essentials Entrümpeln

Im ersten Schritt geht es darum, im Außen, aber auch im Innen zu entrümpeln. Dazu habe ich eine praktische Aufgabe und auch Journaling Fragen für dich, da diese zu mehr Klarheit führen.

Nimm dir zunächst deinen Geldbeutel vor und wirf mal einen Blick hinein. Herrscht dort Ordnung oder Chaos?

Mit dem Geldbeutel haben wir im Alltag in der Regel den meisten Kontakt, wenn es um Finanzen geht.

Weißt du, im Kleinen zeigt sich, was sich wahrscheinlich auch im Großen wiederspiegelt. Deshalb nimm diese Aufgabe ernst und überspringe sie nicht.

Wie sieht dein Geldbeutel von Innen aus? Miste auch alle Quittungen aus, richte dir ein Sparschwein für Kleingeld ein (du würdest dich wundern, was da zusammen kommt!). Schau auch gerne mal, ob sich dein Geld wirklich wohlfühlen kann in deinem Geldbeutel.

Im Innen Aufräumen

Warum dein Money Mindset im Business eine Rolle spielt, habe ich dir in diesem Artikel bereits ausführlich beschrieben. Schnapp dir für deinen Mindset Frühjahrsputz dein Journal oder einen Zettel und einen Stift und lass deine Gedanken zu folgenden Fragen einfach fließen:

✍🏻 Welche Gedanken hast du zu Geld?

✍🏻 Wie viel Raum bekommt das Thema Geld bei dir, in deinen Gedanken?

✍🏻 Und wie sieht dieser Raum genau aus? Ist es dort chaotisch? Mit negativen Emotionen behaftet?

✍🏻 Oder hat Geld einen aufgeräumten Platz in deinen Gedanken?

✍🏻 Fühlt es sich gut an, wenn du an deine finanzielle Situation denkst?

✍🏻 Und: Hast du zu jedem Zeitpunkt einen Überblick?

Wenn du jetzt auf deine Antworten blickst, welche Handlungsschritte ergeben sich daraus für dich? Wo darfst du dementsprechend deine Haltung zu Geld ändern und eine bessere Beziehung aufbauen, indem du dich mit dem Thema beschäftigst?

Schreib mir sehr gerne, wenn du dir dabei Unterstützung wünschst. Du musst das nicht alleine machen. Du erreichst mich per E-Mail, auf Instagram oder auf LinkedIn.

Schritt 2: Ausgaben Ausmisten

Im zweiten Schritt schaust du dir deine Ausgaben an, sowohl privat als auch im Business. Denn wenn du dir bewusst machst, wo dein Geld eigentlich Monat für Monat und Woche für Woche hinfließt, entsteht Potential, zu sparen.

Und dein Geld für wichtigere Investitionen beiseite zu legen.

Private Ausgaben

Falls du noch keines hast, empfehle ich dir, die nächsten mindestens 3 Monate mit einem Haushaltsbuch zu arbeiten. Das kann eine fancy App oder Tabelle sein, aber auch einfach eine Notiz in deinem Handy oder ein schlichtes Google Sheet.

Schreib dir jede noch so kleine Ausgabe auf, vor allem, wenn du viel in bar bezahlst. Denn wie oft passiert es, dass du 50,- oder 100,- Euro abhebst – und dich ein paar Tage später fragst, wo das Geld eigentlich hingekommen ist?

Aber: Schreib deine Ausgaben nicht nur auf. Zieh auch, zum Beispiel im Rahmen deines Monatsabschlusses, die richtigen Schlüsse daraus und analysiere, was in den Wochen zuvor gelaufen ist.

Passe deine Budgets gegebenenfalls an – oder setz dir erstmal welche.

Übrigens: Budget heißt nicht unbedingt Beschränkung. Es kann auch sein, dass du dir ein Budget für beispielsweise Wellness oder einfach nur Spaß einräumen willst, was dir bisher nicht zur Verfügung steht, weil das Geld woanders hin fließt.

Ausmisten und Überblick schaffen

An dieser Stelle möchte ich dir auch empfehlen, dir mal 1-2 Stunden Zeit zu nehmen, und deine Verträge und Abos durchzugehen (Business und Privat).

Mach dir eine Liste und setz dir am besten direkt Reminder zu den Kündigungsfristen in deinen Kalender – oder kündige direkt zum nächstmöglichen Zeitpunkt, was du sowieso nicht weiterlaufen lassen willst.

Prüfe außerdem, ob du Anbieter wechseln kannst (und wenn ja: trag dir direkt einen Termin in den Kalender ein, wann du dir Zeit nimmst, um einen neuen Anbieter zu recherchieren – oder mach es direkt).

Möglicherweise gibt es auch günstigere Zahlungsmodalitäten, beispielsweise wenn du jährlich statt monatlich bezahlst bei Abos. Oder der Einzug über die Kreditkarte Gebühren kostet etwas, wobei es über Paypal oder SEPA günstiger wäre.

Bei Abos und Verträgen die du nicht nutzt: Prüfe, ob du sie vielleicht stilllegen oder pausieren kannst. Zum Beispiel dann, wenn du nicht direkt kündigen möchtest, weil du einen günstigen Tarif hast.

Mach so eine Vertragsinventur mindestens einmal im Jahr, besser noch alle 3 Monate.

Schritt 3: Konten-Chaos beseitigen

Gerade für Business Starter oft eine Frage, die umtreibt: Brauch ich von Anfang an ein Geschäftskonto? Meine Antwort: JA!

Auch wenn du noch keinen Euro Umsatz gemacht hast, aber schon Ausgaben für deinen Businessaufbau hast. Dann kannst du eine Privateinlage leisten, mit diesem Geld wirtschaften – und es dir später wieder ausbezahlen.

Aber betrachte dich und dein Business von Anfang an als zwei getrennte Einheiten.

Denn du bist quasi gleichzeitig Eigentümer:in deines Business – aber auch Angestellte:r. Weshalb du dir auch unbedingt ein Unternehmer:innengehalt auszahlen solltest.

Auch wenn dieses Gehalt am Anfang nur gering ist, zum Beispiel 5 % deiner Einnahmen, sobald du welche hast, und es (noch) nicht zum Leben reicht.

Später werden es dann mehr Einnahmen, mehr Ausgaben, höheres UN-Gehalt – und daher auch unübersichtlicher und zeitaufwendiger und umso wichtiger, sauber zu trennen.

Trenne deine Konten

Prüfe also jetzt alle deine Lastschriften (welche Abos und Verträge du hast, hast du ja bereits in Schritt 2 herausgearbeitet), ob diese über das richtige Konto laufen oder ob du etwas anpassen musst.

Richte dir (Unter-)Konten mindestens für die (Steuer-)Rücklagen und dein privates Notfallpuffer ein, sowie die notwendigen Daueraufträge. Selbst wenn es zu Beginn nur der symbolische Euro ist (Steuerrücklagen immer in ganzer Höhe).

Auch wenn du schon weiter im Business bist und Systeme wie Profit First für die Aufteilung deiner Einnahmen nutzt und bereits ein funktionierendes Kontenmodell aufgesetzt hast – überprüfe, ob alles richtig läuft.

Bist du vielleicht für größere Ausgaben an die Rücklagen gegangen und darfst diese nach und nach wieder auffüllen – on top zu den üblichen Rücklagen?

Chaos auf den Konten erzeugt Mehraufwand in der Buchhaltung, um die es im Schritt 4 geht. Deshalb vermeide es, so gut es geht.

MEINE GESCHÄFTSKONTOEMPFEHLUNG

Seit Beginn meiner Selbständigkeit nutze ich das Geschäftskonto von Kontist. Der Vorteil: Im Online Banking siehst du sofort, welcher Betrag auf dem Konto wirklich dir gehört, und was für Ertragsteuer und Umsatzsteuer zurückgelegt werde muss. Du brauchst also nicht mehrere Konten zu eröffnen, sondern hast hier das wichtigste bereits abgedeckt.

*Transparenz: Es handelt sich um einen Affiliate Link. Wenn du dein Konto darüber eröffnest (was ich dir wirklich von Herzen empfehlen kann), erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Kosten.

Schritt 4: Buchhaltung & Belege

Buchhaltung  & Belegemanagement. Die meisten finden es nervig, ein notwendiges Übel. Dementsprechend wird prokrastiniert was das Zeug hält und aufgeschoben, bis es wirklich nicht mehr länger geht.

Letztendlich kommen die Fristen durch das Finanzamt, du kämpfst dich irgendwie durch, nur um im nächsten Monat, Quartal oder Jahr wieder am gleichen Punkt zu stehen.

Dabei brauchst du für ein stabiles, nachhaltiges Business zu jedem Zeitpunkt den Überblick über deine finanzielle Situation.

Es wird Zeit, dass du Verantwortung übernimmst, und zwar für deine Finanzen, für deine Buchhaltung und für deine Strukturen.

Meine Erfahrung in der Wirtschaftsprüfung hat gezeigt, dass Unternehmen mit sortierten Finanzen und Geschäftsführungen, die das Thema wirklich auf dem Schirm haben und sich damit beschäftigen, wirtschaftlich besser da stehen.

Weil einfach nichts durchrutscht, Engpässe schnell erkannt, Mahnungen rechtzeitig geschrieben werden.

Finde ein System, das für DICH funktioniert

Eine saubere Buchhaltung mit ordentlichem System dahinter ermöglicht es dir, zu jedem Zeitpunkt deine Liquidität zu kennen, Investitionen vernünftig zu planen – UND du sparst dir jede Menge Zeit und Nerven.

Wenn du dich also das nächste Mal einer Frist näherst und dich Hals über Kopf ins Belegechaos stürzt, halte mal inne und kämpf dich nicht nur blind durch.

Überleg dir: Wo kommen eigentlich Belege her? Werden sie an verschiedene E-Mail Konten geschickt oder hast du ein zentrales Postfach dafür?

Oder musst du vielleicht viele Rechnungen online downloaden, auf verschiedenen Plattformen und brauchst jedes Mal wahnsinnig viel Zeit, dich da durchzuklicken? Dann wird es Zeit, über Automatisierungen nachzudenken.

Frag dich also, wenn du wieder an deiner Buchhaltung sitzt: Wie kannst du es dir bereits jetzt für das nächste Mal so leicht wie möglich machen? Wie kannst du deine Systeme verbessern, so dass sie dich unterstützen?

Der Gamechanger für deine Buchhaltung

Trommelwirbel… der größte Gamechanger ist die Regelmäßigkeit! Und zwar von Anfang an.

Selbst wenn du nur 3-4 Belege im Monat hast, setz dich monatlich, besser noch wöchentlich zu einem Money Date hin und überprüfe deine Finanzen.

Lerne anhand der wenigen Geschäftsvorfälle, die du hast, wie du dein System für dich nutzt und wie Buchhaltung funktioniert. So kannst du nach und nach mit deinem Business wachsen – und musst nicht plötzlich ein ganzes Jahr an Geschäftsvorfällen googeln und dir den Kopf zerbrechen.


Du weißt nicht, wie du anfangen sollst, ein System reinzubringen und fühlst dich einfach nur überfordert von Buchhaltung & Co.? 

Lass uns sprechen! >>> Buch dir hier einen kostenlosen Termin (klick) und wir erarbeiten für dich einen Fahrplan, was deine nächsten Schritte sind.

Vielleicht möchtest du dich aktiv von mir unterstützen lassen – vielleicht möchtest du den Weg dann aber auch alleine weiter gehen. Beides ist gut. Hauptsache, du gehst es an.

Schritt 5: Profitable Produkte

Zugegeben, das Thema tanzt auf den ersten Blick etwas aus der Reihe. Aber: Wenn du schon Frühjahrsputz bei deinen Finanzen machst, solltest du nicht nur auf die Ausgabenseite und das offensichtliche Chaos schauen.

Mach unbedingt auch Inventur deiner Angebote und Produkte. Gerne anhand einer Aufstellung: Welche Angebote gibt es überhaupt? Welche Produkte? Bezahlte, unbezahlte?

Dann frag dich: Ist ein roter Faden erkennbar für deine Kund:innen? Wie ist die Customer Journey? Zahlen deine Angebote darauf ein oder hängen einige von ihnen eher lose in der Luft?

Und notiere dir auch, wie viel Zeit du wirklich in deine Angebote steckst. Das heißt, inklusive Ausarbeitung, Vorbereitung, Nachbereitung, Betreuung… und ja, auch in Marketing und Sales.

Wenn du das alles hast, was ist dein realer Stundensatz für deine Arbeitszeit in den verschiedenen Angeboten?

Mein Tipp: Wenn du deinen Zeitaufwand gerade garnicht einschätzen kannst, ist es umso wichtiger, hier mal zu tracken. Beobachte in den nächsten Tagen und Wochen, wo deine Zeit und dein Fokus hinfließt – und wie profitabel das ist.

Übrigens: Auch Angebote und Produkte, die dich eigentlich keine Zeit kosten (weil sie nicht gekauft werden), kosten mentale Kapazitäten, Platz auf der Website, oder sogar Kund:innen, weil sie verwirren.

Ich hatte selbst lange so ein Angebot mit im Portfolio, das ich selbst total cool fand, welches aber nicht gekauft wurde. Die Entscheidung, es (erstmal) wieder gehen zu lassen, hat mich direkt leichter fühlen lassen.

Kostenlose Angebote

Tja, in der Selbständigkeit sind wir manchmal richtig gut darin, extrem viel Zeit aufzuwenden für Dinge, die extrem wenig Impact haben.

Zum Beispiel für Social Media Content oder Freebies.

Wirf hier also einen extra scharfen Blick drauf: Inwiefern tragen diese  Angebote (und ja, Mehrwert auf Instagram ist auch ein Angebot) zu deinem Cash-Flow bei, auch langfristig?

Hier erfordert es etwas mehr Analyse, als bei bezahlten Angeboten, es sollte aber dennoch nicht vernachlässigt werden.

Was nimmst du für dich mit?

Wenn du ganz fleißig bist, hast du dir bereits einige Stunden Zeit genommen und einen Frühjahrsputz für deine Business Finanzen vorgenommen.

Wahrscheinlicher ist es, dass du erstmal nur drüber gelesen hast. Wenn das so ist: Mach dir gerne ein Lesezeichen rein und komm später wieder auf diesen Blogpost zurück, wenn du mehr Zeit hast.

Aber frag dich trotzdem genau jetzt: Was nimmst du für dich mit? Was war vielleicht überraschend, wo willst du in den nächsten Tagen wirklich mal genauer hinschauen?

Ich freue mich, wenn du einen Kommentar hinterlässt oder dich persönlich bei mir meldest, um zu berichten, was du mitgenommen hast und wie dieser Artikel dir geholfen hat.

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